Hintsteiner Group investiert 3,5 Millionen Euro in den Standort St. Barbara

Autor:
Andreas Diewald
Veröffentlichungsdatum
10.08.2026

Ausbau von Produktion und Logistik erweitert Fertigungskapazitäten, stärkt Lieferketten und gewährleistet langfristige Versorgungssicherheit für moderne Schutzsysteme

Die Hintsteiner Group investiert 3,5 Millionen Euro in den Ausbau ihres Standorts in St. Barbara im Mürztal. Mit der Erweiterung der Produktions- und Logistikkapazitäten in Form einer neuen Produktionshalle für das Leichtbauschutzsystem Hi2Protect und eines modernen Hochregallagers investiert das Unternehmen nicht nur in die eigene Wettbewerbsfähigkeit.

„Die europäische Sicherheitsindustrie braucht nicht nur Innovationen, ihr Fundament ist eine verlässliche Versorgung mit Komponenten und Ersatzteilen. Moderne Schutzsysteme entfalten ihren Nutzen nur dann, wenn sie schnell produziert, nachgerüstet und über Jahrzehnte mit Ersatzteilen versorgt werden können. Mit unserer Investition stärken wir genau diese Fähigkeiten und schaffen die Voraussetzungen für resiliente Lieferketten, die unseren Kunden langfristige Versorgungssicherheit bieten.“ - Martin Hintsteiner, CEO Hintsteiner Group


Neue Fertigung für Hi2Protect

Mit dem Baustart eines komplett neuen Gebäudes im August beginnt die nächste Ausbaustufe des Standorts. Parallel dazu wird eine bestehende Halle zu einer modernen Serienfertigung für das Leichtbau-Schutzsystem Hi2Protect umgebaut.

Hi2Protect wurde entwickelt, um Schutz vor Beschuss und Schäden durch Druck- oder Splitter zu bieten und berücksichtigt zugleich neue Einsatzszenarien wie die Bedrohung durch Drohnen. Dank seiner Leichtbauweise lässt sich das System innerhalb kürzester Zeit sowohl in neue Plattformen integrieren als auch auf bestehende Fahrzeuge und Maschinen nachrüsten. Die künftig deutlich erweiterten Fertigungskapazitäten schaffen die Grundlage für eine skalierbare Serienproduktion.


Versorgungssicherheit als strategischer Wettbewerbsfaktor

Aktuelle Marktanalysen zeigen, dass die Nachfrage nach Wartung, Nachrüstung und Ersatzteilversorgung die verfügbaren Kapazitäten der europäischen Industrie langfristig übersteigen wird. Gleichzeitig verlängern sich Lieferzeiten für kritische Komponenten häufig auf bis zu zwei Jahre.  

„Wenn entscheidende Bauteile fehlen, bricht die gesamte Wertschöpfungskette der Sicherheitsindustrie zusammen. Mit der Erweiterung unserer Lagerstruktur bleiben wir bei Hintsteiner auch bei möglichen globalen Lieferengpässen ein zuverlässiger Partner für unsere Kunden.“ - Martin Hintsteiner, CEO Hintsteiner Group

Das neue Gebäude wird zugleich mit einem hochmodernen Hochregallagersystem ausgestattet, das Platz für rund 2.000 Paletten bietet und damit zusätzliche Kapazitäten für die Lagerung von Verschleißteilen sowie Gummi- und Kunststoffkomponenten schafft – beispielsweise Scheuerleisten, Unterfahrschutzplatten und Schmutzfänger sowie Verkleidungen und Dichtungen.


Resiliente Lieferketten für Europas Sicherheitsindustrie

Gerade im sicherheits- und verteidigungsrelevanten Umfeld gewinnt die langfristige Verfügbarkeit von Ersatzteilen zunehmend an Bedeutung. Fahrzeuge und Systeme bleiben häufig mehrere Jahrzehnte im Einsatz und müssen während ihres gesamten Lebenszyklus zuverlässig mit Ersatzteilen, Materialien und Spezialkomponenten versorgt werden. Die Fähigkeit, diese Versorgung dauerhaft sicherzustellen, entwickelt sich zunehmend zu einem entscheidenden Faktor für die Einsatzbereitschaft bestehender Plattformen.

Mit der Bündelung dieser Kompetenzen an einem Standort erhöht die Hintsteiner Group ihre Flexibilität gegenüber Kunden und trägt dazu bei, Lieferketten robuster und Versorgungssicherheit langfristig planbar zu gestalten. Die Betriebserweiterung in St. Barbara im Mürztal bildet damit die Grundlage für weiteres internationales Wachstum und macht das Unternehmen zum verlässlichen Partner für innovative Schutzlösungen und resiliente industrielle Lieferketten.

Medienkontakt

Martin Hintsteiner

Geschäftsführer (CEO) der Hintsteiner Group