
Als Hochtechnologieunternehmen und Bestandteil der HINTSTEINER Group ist die carbon-solutions Hintsteiner GmbH schon zahlreiche Jahre im Mürztal verankert. Über die letzten Jahre hinweg stieg die Nachfrage nach Leichtbaukomponenten aus Faserverbundwerkstoffen stark an. Dies führte zu einem beträchtlichen Wachstum unseres Unternehmens. Weil die Nachfrage weiterhin kontinuierlich ansteigt, stößt das Unternehmen jedoch teilweise an seine Kapazitätsgrenzen.
Aus diesem Grund kann neuen Kundenaufträgen aus neuen und innovativen Branchen noch nicht die Aufmerksamkeit geschenkt werden, welche wir ihnen gerne widmen möchten. Eine Erweiterung des Standortes sollte demnach gewährleisten, dass jene Kundenaufträge zur Gänze berücksichtigt werden können. Das Vorhaben wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.


Das Projekt setzt sich aus zwei wesentlichen Projektteilbereichen zusammen. Einerseits kommt es zu einer Investition in einen modernen Autoklav, sodass die Nachfrage nach hochqualitativen Leichtbauteilen besser gedeckt werden kann. Andererseits wird am Standort das gesamte Stromnetz erweitert, um der geforderten Leistung nachkommen zu können.
Zur Deckung des Bedarfs an hochqualitativen Carbon-Bauteilen wird in einen neuen Autoklav investiert. Zwar ist das Unternehmen schon im Besitz zweier Autoklaven, jedoch sind diese schon etwas veraltet und in ihrer Größe begrenzt. Durch die Investition soll ein größerer und technologisch aufwendigerer Autoklav angeschafft werden. Dadurch können einerseits mehrere Aufträge pro Tag bearbeitet werden und andererseits kann die Produktqualität, aufgrund des technologischen Fortschritts des neuen Investitionsobjekts, verbessert werden.
Vor Projektbeginn stand am Standort eine elektrische Leistung von 150 kW zur Verfügung. Dies reichte gerade noch aus, um den Betrieb anständig auszuführen. Damit das Unternehmen aber weiterhin wachsen kann und nicht an seine Kapazitätsgrenzen stößt, ist es notwendig, die Stromversorgung zu erweitern. Dafür muss in Grabungsarbeiten, Kabelverlegungen und eine neue Trafostation investiert werden. Geplant ist eine Leistungserweiterung auf ca. 1000 kW, um das Wachstum vorantreiben und neue Aufträge entgegennehmen zu können.



Die Umsetzung dieses Projekts verfolgt die Erreichung definierter unternehmerischer Zielsetzungen.
Im Folgenden werden jene Zielsetzungen kompakt beschrieben:
Die Kapazitätserweiterung liefert Potential für das finanzielle Wachstum des Unternehmens. Aufgrund der zusätzlichen Kapazitäten sollen neue Kundenaufträge zur Gänze berücksichtigt und umgesetzt werden.
Der neue Autoklav ist im Vergleich zu den beiden bestehenden Autoklaven technologisch fortgeschritten und mit den modernsten Features ausgestattet. Durch die moderne und technologisch aufwendige Ausstattung des neuen Autoklavs ist es möglich, die Bauteilqualität noch weiter zu erhöhen und etwaige Prozessfehler zu verhindern.
Aus der Kapazitätserweiterung sollte im Weiteren ein Bedarf an zusätzlichem Personal resultieren. Die Erhöhung der Frauenquote im Unternehmen sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen für die Region stehen dabei im Vordergrund.
Die Kapazitätserweiterung soll sich auch in der Bedienung neuer und innovativer Branchen bemerkbar machen. Dementsprechend ist es das Ziel, neues Know-how aus innovativen Branchen zu generieren und im Unternehmen bzw. der Region zu bündeln.
Um das Stromnetz zu erweitern, investierte die carbon-solutions Hintsteiner GmbH in eine unternehmenseigene Umspannstation, welche das Unternehmen mit rund 1000 kW Leistung versorgen wird. Jene Umspannstation wurde im Ortszentrum von Mürzhofen errichtet. Für den Anschluss des Trafozentrums waren Grabungsarbeiten durch den Ortskern von Mürzhofen sowie durch das gesamte Firmengelände notwendig. Die Inbetriebnahme erfolgte mit Anfang November.
Nach Inbetriebnahme der Umspannstation lag das Hauptaugenmerk auf der Einbringung des neuen Autoklavs in das bestehende Firmengebäude (Errichtung vor 3 Jahren). Dies stellte eine Herausforderung dar, weil das Gebäude aufgrund des hohen Gewichts des Autoklavs (ca. 14 t) statisch angepasst werden musste und für die Einbringung des Investitionsobjekts bestimmte Segmente des Hallendachs entfernt werden mussten. Am 18. Dezember, einen Tag vor Beginn des Betriebsurlaubs, kam der Autoklav aus Spanien in Mürzhofen an. Binnen nur eines Tages wurden die gesamten Einhub- und Positionierungsarbeiten durchgeführt.
Somit konnte sich das Unternehmen selbst ein besonderes Weihnachtsgeschenk machen.



Aktuell laufen die Elektro- und Leitungsinstallationsarbeiten auf Hochtouren. Bei Abschluss dieser erfolgt die Kommissionierung durch den Autoklavenlieferanten. Diese sollte bis Ende Februar abgeschlossen sein. Sind alle Installationen konform und passend ausgeführt, folgt das erste Start-up des Autoklavs sowie die Test- und Schulungsphase. Im Zuge dessen werden unsere Fachkräfte für die Bedienung des neuen Autoklavs ausgebildet. Nach erfolgreichem Abschluss jener Phase erfolgt die offizielle Inbetriebnahme. Diese wurde für spätestens Mitte März festgelegt.

Um das strategische Wachstum unseres Unternehmens voranzutreiben, wurde in die Erweiterung des Stromnetzes sowie in einen neuen, technologisch und qualitativ hochwertigen Autoklav investiert. Dies sollte demnach zur Realisierung der definierten Unternehmensziele beitragen (finanzielles Wachstum, technologischer Fortschritt, Personalaufbau, Wissensbündelung). Zur Umsetzung wurde eine unternehmenseigene Umspannstation in der Nähe des Firmengeländes errichtet sowie der neue Autoklav über das Dach in ein bestehendes Betriebsgebäude eingehoben und angeschlossen. Das Projekt wird in Kooperation mit der SFG, der Steirischen Wirtschaftsförderungs GmbH, und durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.