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ZETA Biopharma GmbH

Innovative Antworten auf herausfordernde Rahmenbedingungen

Als international führender Systemanbieter maßgeschneiderter Lösungen für flüssige Prozesse in der Biotech-, Lebensmittel- und Pharmaindustrie ist die ZETA-Unternehmensgruppe höchsten Qualitätsstandards verpflichtet. Kompetenz, Sorgfalt und Präzision bestimmen dabei nicht nur alle Phasen der Projektumsetzung, sondern auch die Wahl von Fertigungspartnern.

Dass die HINTSTEINER Group diesen hohen Anforderungen gerecht werden kann, bewies der Spezialist für Prototypen- und Kleinserien-Fertigung mit der Umsetzung einer innovativen und patentrechtlich geschützten Pharmabühnen-Konstruktion aus Composites, die die ZETA Biopharma GmbH im Auftrag eines renommierten Pharmakonzerns in Auftrag gab.

Herr Maier, wie kam es zur Kooperation mit HINTSTEINER?

Das Projekt, das wir für einen großen Pharmakonzern in Penzberg umsetzten, stand unter der Auflage, die Produktionsanlage für ein renoviertes Bestandsgebäude so zu dimensionieren, dass die maximal zugelassene Deckenlast, die deutlich unter jener eines Neubaus lag, eingehalten werden konnte – ohne dabei Produktionskapazitäten zu reduzieren. Dabei wurde schnell deutlich, dass im Bereich des Pharmabühnen-Baus die größten Potentiale zur Gewichtseinsparung liegen.

Die Herausforderung in dem Projekt waren die Statik und die Platzverhältnisse, da die Anlage in ein Bestandsgebäude integriert werden sollte. Die Prozessanlage für die Produktion musste so dimensioniert werden, dass die maximal zugelassene Deckenlast, die deutlich unter jener eines Neubaus lag, eingehalten werden konnte – ohne negativen Einfluss auf Produktionskapazitäten. Dabei wurde schnell deutlich, dass im Bereich des Bühnenstahlbaus die größten Potentiale zur Gewichtseinsparung liegen.

Auf der Suche nach einem Fertigungspartner, der eine Alternative zum herkömmlichen Stahlbau mit uns realisieren würde, stießen wir schließlich auf die HINTSTEINER Group und ihre Spezialisierung im Bereich Carbon Solutions. Schon nach dem Erstkontakt war klar: Hier wollte man sich der Challenge gerne stellen.

Frau Hönigmann, worin bestand diese Herausforderung konkret?

Biopharmazeutische Produkte und deren Herstellungsprozess ist ungemein sensibel. Sie in Prozessanlagen mit Kunststoffen in Verbindung zu bringen, die für diesen Einsatz nicht zumindest evaluiert sind, ist problematisch. Zudem unterliegen die Anlagen den GMP-Regulatorien, auch was die nicht produktberührten Bereiche, wie z.B. die Bühnen im Reinraum betrifft. Damit ist die Bandbreite an einsetzbaren Materialien generell deutlich beschränkt.

Als Ersatz für Edelstahl, der in der Pharmaindustrie seit langer Zeit etabliert ist, aber in unserem Fall sehr hohes Gewicht bedeutet hätte, kommen also nur wenige Kunststoffe in Frage. Für die Bühnen ist der Glasfaserwerkstoff (GFK) in Kombination mit CFK und Leichtbauplatten mit Edelstahloberflächen nach entsprechender Beurteilung der Materialverträglichkeit mit Reinigungsmitteln bzw. Beständigkeitsuntersuchungen im Labor grundsätzlich möglich. Zudem erwiesen sich standardisierte GFK-Bühnenteile als schlecht adaptier- und manipulierbar. Carbon hatte hinsichtlich Design-Optionen und Belastbarkeit die Nase vorn. Wir haben uns deshalb für eine GFK/CFK-Leichtbaulösung zur Gewichtseinsparung in einem Bereich entschieden, der nie mit den erzeugten Produkten in Berührung kommt: dem Pharma-Bühnenbau.

Um das Projekt realisieren zu können, waren natürlich zahlreiche Materialanalysen gefragt, die HINTSTEINER in Kooperation mit dem Labor unseres Endkunden realisierte.

Um welche Analysen handelte es sich konkret?

Neben Analysen zum Verhalten unter mechanischer Belastung – die Bühne wird schließlich laufend begangen und belastet – wurden u.a. die Auswirkungen thermischer Beanspruchung und des konstanten Kontakts mit Reinigungs- und Lösungsmitteln und diversen Chemikalien getestet (Reinraumtauglichkeit D).

Diese Analysen sind essentiell, denn neben den hohen hygienischen Auflagen, die an Systeme im Reinraum gestellt werden, gilt es natürlich auch die zeitliche Dimension im Auge zu behalten: im Anlagenbau kann die gewählte Lösung mitunter auf eine Nutzungsdauer von ca. 10 bis 15 Jahren ausgelegt sein.

Wie hat die Zusammenarbeit mit HINTSTEINER aus Ihrer Sicht zum Projekterfolg beigetragen?

Wir können sagen, in der Zusammenarbeit durchwegs positive Erfahrungen gemacht zu haben: die Projektanforderungen waren sehr speziell und verlangten entsprechende Offenheit aller beteiligten Partner, doch die Bereitschaft, innovativ zu sein und die herausfordernde Aufgabe trotz immensen Zeitdrucks kreativ und effizient zu lösen, war seitens HINTSTEINER zu jeder Zeit gegeben.

Dass das Unternehmen auf den Prototypen- und Kleinserienbau spezialisiert ist, machte sich in unserem Projekt besonders positiv bemerkbar: denn Flexibilität, schnelle Rückmeldungen und der lösungsorientierte Zugang in der Zusammenarbeit ermöglichten es, im Entwicklungs- und Umsetzungsprozess selbst auf Fragen einzugehen, die sich erst auf dem Weg ergaben. HINSTEINER hat durch den branchenübergreifenden Erfahrungshintergrund eine professionellen, unbürokratischen und immens kooperativen Engineering-Ansatz überzeugt und konnte sich auch in der Baustellenabwicklung bei der Einbringung-/Endmontage unter vor Ort Bedingungen - selbst ohne einschlägige Erfahrung im Anlagenbau – im Projektteam bewegen.

Im Ergebnis konnten wir nicht nur das Gewicht der Pharmabühne um 70 % gegenüber einer Ausführung aus Edelstahl reduzieren, sondern auch den Anforderungen der Pharmaumgebung soweit gerecht werden, dass eine Lösung entstand, die unseren Endkunden nach wie vor überzeugt.

 

Josef Eligius Maier ist Head of SCM & Facility MGMT der ZETA Biopharma GmbH mit Sitz in Lieboch/Graz. Mira Hönigmann war an der Umsetzung des Projekts als Head of Project Management der ZETA Biopharma GmbH federführend beteiligt.

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Das eigentümergeführte österreichische Unternehmen ZETA versteht sich als international führender Systemanbieter maßgeschneiderter Lösungen für flüssige Prozesse in der Biotech-, Pharma- und Lebensmittelindustrie. 

Nähere Informationen: www.zeta.com

 

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